10 Regeln für die Fußpflege des Diabetikers
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Die Füße müssen jeden Tag auf Druckstellen, Schwellungen, Fehlstellungen der Zehen, Hautveränderungen der Zehenzwischenräume, Verfärbungen der Fußnägel, Entzündungen, Verletzungen und Schwielen untersucht werden, auch wenn absolut nichts weh tut. Wer seine Fußsohlen nicht sehen kann, sollte einen Spiegel zu Hilfe nehmen.
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Zum Kürzen der Nägel niemals eine Schere benutzen, sondern eine Feile. So vermeidet man kleine Verletzungen, die zu großen Problemen führen können.
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Fußnägel sollten gerade abgefeilt werden bis auf die Höhe der Zehenkuppe. Kürzere oder gerundet gefeilte Nägel wachsen schneller ein. Ist ein Nagel trotzdem eingewachsen, sollte er nur vom Fachmann behandelt werden, also einem medizinischen Fußpfleger oder Chirurgen.
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Täglich die Füße in 35°C warmem Wasser baden. Da bei Empfindungsstörungen das Gefühl für Wärme herabgesetzt ist, sollte die Wassertemperatur mit einem Thermometer überprüft werden, um sich die Füße nicht zu verbrühen.
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Zur Reinigung rückfettende Kernseife oder grüne Seife benutzen. Parfümierte und pH-neutrale Seifen trocknen die Haut aus und machen sie rissig. Anschließend die Füße sehr sorgfältig abtrocknen. In feucht bleibenden Zehenzwischenräumen siedeln sich gerne Pilzsporen an.
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Die Schuhe müssen exakt passen, damit keine Druckstellen oder Blasen entstehen. Weiches Oberleder trägt ebenfalls zur Schonung der Füße bei.
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In halbjährlichen Abständen sollte der Orthopäde besucht werden. Aufgrund der Gefühlsstörung in den Füßen rollt der Diabetiker oft den Fuß nicht mehr richtig ab, so dass die Fußsohle fehlbelastet wird und Einlagen notwendig werden.
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Sollte es trotz aller Vorsicht zu Druckstellen, Rötungen oder kleinen Verletzungen gekommen sein, dann muss dem Fuß nach der Vorstellung beim Arzt Ruhe bis zur Abheilung gegeben werden. Die verbreitete und ans sich richtige Vorstellung, dass Training die Durchblutung fördert und daher zur Abheilung beiträgt, trifft beim Diabetiker nicht zu.
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Zuckerkranke, bei denen aufgrund von Fußgeschwüren eine Zehenamputation erforderlich war, brauchen Spezialschuhe, die maßgeschneidert von einem orthopädischen Schuhmacher angefertigt werden müssen.
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Hat sich ein Fußproblem entwickelt, das sich als schwerwiegend erweist, dann bietet sich der Kontakt zum Fußambulanzen-Koordinationsbüro an. Unter der Telefonnummer 0211-3118692 wird die Adresse einer diabetologischen Fußambulanz durchgegeben.