Falsche Eßgewohnheiten, Hektik und Stress machen Magen und Darm ganz schon zu schaffen. Wird es den Organen zu viel, reagieren sie verstimmt. Bei leichten Beschwerden kann erst einmal auf alte Hausmittel zurückgegriffen werden. So kann bei Verstopfung Fenchel- oder Holundertee sehr hilfreich sein. Unsere Großmütter setzten auf die Kraft von Dörrpflaumen, Leinsamen, Sauerkraut oder Rizinusöl, wendeten aber unterstützend auch kalte Fußbäder an.

Wirksame Mittel gegen Blähungen: Anis- oder Kümmeltee. Und bei Sodbrennen können Emser Salz, Heilerd, rohe Kartoffeln oder Sauerrahm die Beschwerden lindern. Bei Durchfall gelten Aufgüsse mit Blutwurz oder aus Heidelbeeren als bewährte Naturrezepte. Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt stabilisieren, indem sie möglichst viel trinken, am besten auch Mineral- und Vitaminhaltige Getränke. Wer die Beschwerden nicht mit Haferschleim kurieren will, kann es auch mit Cola und Salzstangen probieren. Eine einfache Methode ist, mehrfach am Tag rohe Äpfel zu essen. Bei Erbrechen empfehlen Naturmediziner Melissengeist und Pfefferminztee. Und einen gereizten Magen beruhigen Melissentee, Johanniskrautöl oder ein aufgelegter Heublumen-Sack. Bei Krämpfen reicht oft schon die gute alte Wärmflasche. Ein Rezept aus der Teeküche: eine Mischung aus Kamille und Gänsefingerkraut wirkt oft wahre Wunder!

Sind die Beschwerden allerdings nach zwei bis drei Tagen nicht verschwunden oder haben sich zwischenzeitlich verstärkt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufzusuchen, um mögliche ernsthafte Ursachen untersuchen zu lassen. Achtung: Besonders bei Kindern ist bei Durchfällen und Erbrechen Vorsicht angeraten, da es durch die verstärkten Ausscheidungen zu einem bedrohlichen Flüssigkeitsmangel kommen kann.